Geschichte

Missen damals bis heute

Der Ortsname Missen

Im Missner Tal breitete sich am Ende der Eiszeiten ein Gletschersee aus. Der See verlandete mit der Zeit und die untere Argen ließ das Wasser abfließen. Übrig blieb ein Moor. Moore nannte man hierzulande „Mussen“. Aus Mussen wurde später Missen.
Missen – der Ort im Moor.

Alter der Pfarrei

Fragt man nach dem Alter von Missen, so findet man als schriftliche Ersterwähnung das Jahr 1275, in einem Verzeichnis der tributpflichtigen Pfarreien des Bistums Konstanz.

Missen ist eine „alte“ Martinspfarrei und dies sagt ungleich mehr aus über das Alter des Ortes als die oben genannte Jahreszahl. Martinspfarreien wurden zur Zeit der Franken gegründet, deren Schutzpatron der Heilige Martin war.

Auf Grund dessen können wir auf eine Orts- und Pfarreiengründung in der Zeit um 800 schließen.

Kuriose Herrschaftsverhätnisse

Missen, im hohen Mittelalter im Grenzbereich der Herrschaften Rothenfels und Hohenegg gelegen, war häufig Zankapfel und Streitobjekt, gehörte doch die Taverne vom rothenfelsischen Missen zur Herrschaft Hohenegg. 1538 wurde dann durch König Ferndinand, als Erzherzog von Tirol, eine Grenzziehung vorgenommen und Missen ganz der Herrschaft Rothenfels zugeschlagen. Wilhams hingegen gehörte von 1451 bis 1806 zur österreichischen Herrschaft Hohenegg. Seit 1806 gehören Missen und Wilhams zum Königreich, bzw. Freistaat Bayern. 1958 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Missen und Wilhams zu einer vereinigt. An die kuriosen Herrschaftsverhältnisse erinnert noch heute das Gemeindewappen

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